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Weltweit produzieren 70 Erzeugerländer circa 7 Millionen Tonnen Rohkaffee pro Jahr, und gut 75 Prozent davon werden exportiert. Mit einer jährlichen Produktion von 1,3 Millionen Tonnen ist Brasilien der grösste Rohkaffee-Produzent der Erde, und seine Exporte versorgen im Schnitt ein knappes Drittel des Weltmarktes. Daran änderte auch die Kaffeekrise zu Beginn des neuens Jahrtausends nichts Wesentliches. Bis zum endgültigen Wiederanstieg der Preise im Jahre 2004 hielten sich brasilianische Exporte stabil.
2007 stellte Brasilien mit 2,2 Millionen Tonnen Rohkaffee 28 Prozent der Welternte. 2008, das Jahr der weltweiten Finanzkrise, war für den brasilianischen Kaffee ein Rekordjahr: Die Branche steigerte ihre Exporte um 4,4 Prozent auf 29 Millionen 60 kg Säcke, bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden Dollar, so viel wie nie zuvor. Bemerkbar machte sich die Krise erst durch die gefallenen Rohstoffpreise im ersten Trimester 2009 - als sich die brasilianische Wirtschaft insgesamt schon wieder im Aufwärtstrend befand. Trotz der um fast 10 Prozent gestiegenen Exporte verminderten sich die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent. Seit Mitte 2009 bringt ein durch niedrig ausgefallene Ernten verursachtes Marktfdefizit wieder steigende Preise und es wird es erwartet, dass Angebot und Nachfrage sich im Kaffeejahr 2010/11 wieder eingependelt haben werden. Deutschland ist mit 870 000 Tonnen der zweitgrösste Rokaffee-Importeur der Welt, hinter den USA (1,2 Mio Tonnen) und vor Japan, Italien und Frankreich. Mit einem Anteil von etwa 9 Prozent des brasilianischen Gesamtexportvolumens ist Deutschland der grösste Abnehmer von brasilianischem Kaffee, vor den USA, Italien und Belgien. |